Gemeinde Groß Molzahn

1888 - 1945 Pächterfamilie Röper Drucken E-Mail

Unter der letzten Pächterfamilie Röper, die von 1888 bis 1945 die Domäne über 57 Jahre bewirtschaftete, erfolgten durch Trockenlegungen sowie Kalk- und Düngemittelanwendungen Verbesserungen der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Gleichzeitig  wurden Gebäude modernisiert und erweitert:

  • 1897          Umbau des Pferdestalles
  • 1900          Umbau des Schafstalles von 1773
  • 1904          Erneuerung eines abgebrannten Katen
  • 1910          Bau der Hochfahrtscheune
  • 1913          Bau der Schnitterkaserne
  • 1915-1916  Neubau von zwei Katen
  • 1920          Anbau an das Wohnhaus

Die bauliche Ausstattung umfasste ferner 6 Brunnen (davon waren 2 Stück 55 m tief verrohrt), Windrad, Eiskeller, Veranda am  Wohnhaus, sowie diverse Geräte- und Maschinenschuppen.

Ältestes Gebäude war die Pachtschmiede/Felsenkrug. Das Haus mit seinen dicken Feldsteinmauern war schon vor dem Dreißigjährigen Krieg die alte Schäferei.

1916 übernahm der letzte Domänenpächter, Landwirt Hans Röper, nach dem Tod seines Vaters die Bewirtschaftung. In einer distanzierten Hierarchie wurde von ihm über Vogt, Vorknecht, Vorarbeiter, Oberschweizer und Oberschäfer die Arbeit organisiert und beaufsichtigt. Man unterschied Deputatempfänger, die im Wesentlichen mit Naturalien entlohnt wurden, Freiarbeiter, die Kost- und Barentlohnung erhielten, sowie Schnitter und zumeist polnische Wanderarbeiter. Die Arbeitszeit betrug im Sommer 10 Stunden.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 02. März 2011 um 06:32 Uhr )