Gemeinde Groß Molzahn

1950 - 1960 Ortsentwicklung in der DDR Drucken E-Mail

Im Zuge der Bodenreform wurde eine MAS (Maschinen-Ausleih-Station) in der Region gegründet. Der Standort war Stove. 1954 wurde diese dann nach Groß Molzahn verlegt und in eine MTS (Maschinen-Traktoren-Station) umgewandelt. Zur Versorgung der Einwohner wurde 1952 ein Konsum eingerichtet, der kurze Zeit später seinen Standort im alten Gutshaus fand.

1953 wurde die erste LPG „Friedenswacht“ in Groß Molzahn gegründet. Dieser gehörten die Neubauern Dettmer, Güldner, Clasen, Karl Mellert sowie Georg Mellert an. Diese Genossenschaft löste sich noch im selben Jahr wieder auf. Im April des Jahres 1956 wurde in Klein Molzahn eine LPG gegründet, der einzelne Bauern des Ortes, wie z. B. Kendelbacher, Buchholz, Hans Greßmann und Kranz, beitraten.

Veranstaltungen wie das Erntefest, das Ringreiten, das Schubkarrenrennen über den Dorfteich, Frauentagsfeiern und auch Kinderfeste förderten den Zusammenhalt und das gesellschaftliche Leben in unserem Dorf.

Am 07. August 1958 wurde die LPG Typ I „Traktor“ in Groß Molzahn gegründet. Die Mitglieder bewirtschafteten gemeinsam die landwirtschaftlichen Flächen, die Viehhaltung wurde weiter individuell betrieben. Aus unserer, an der Grenze gelegenen Gemeinde wurden 1962 mehrere Familien zwangsweise in das Innere des Landes umgesiedelt. Sie mussten ihr Vieh zurück lassen, welches von nun an gemeinschaftlich gehalten wurde.

1953 bis 1958 wurden die Wohnblocks an der Thurower Straße gebaut und das erste private Auto fuhr 1958 im Ort. Für die Kinder wurde 1955 ein „Ernte-Kindergarten“ (von Mai bis Oktober) eingerichtet, der im darauf folgenden Jahr als durchgehender Kindergarten bis zu seiner endgültigen Umsiedlung nach Schlagbrügge (1985) betrieben wurde. 1956 erhielt Groß Molzahn den ersten Anschluss an die Wasserversorgung und eine Straßenbeleuchtung im Ortskern.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 02. März 2011 um 06:35 Uhr )